|
Wie geht’s nun weiter? Der Spiegel berichtet in seinem Online-Artikel vom 21.4.2009 davon, dass der IWF mittlerweile mit Verlusten von vier Billionen Dollar durch die Finanzkrise rechnet:
„Es könnte doppelt so schlimm kommen wie befürchtet: Der Internationale Währungsfonds rechnet für die Finanzbranche mit mehr als vier Billionen Dollar an weltweiten Verlusten durch Ramschpapiere und faule Kredite. Bislang war er lediglich von 2,2 Billionen Dollar ausgegangen.“
Diese Summe kann weiter ansteigen. Da die hierfür bürgenden Regierungen selbst alle hoch verschuldet sind, muss dieses Geld zunächst zusätzlich am Finanzmarkt aufgenommen werden. Hierfür fallen dann weitere Zahlungen in Form von Zinsen und Darlehensrückzahlungen an, welche über Steuererhöhungen abbezahlt werden müss(t)en.
„Müssten“ deshalb, da dies inzwischen wohl nicht mehr möglich sein wird. Bereits vor der Krise berichteten verschiedene Quellen davon, dass, falls man nun doch noch mal in Deutschland beginnen wollen würde, die Staatsschulden abzutragen, dies dann ca. 700 Jahr dauern würde. Da es sich durch die Funktionsweise des Zinseszinssystems um ein exponentiell anwachsendes System handelt, steigen die genannten 700 Jahre schnell auf 2.000 an bzw. ist das geborgte Kapital bereits jetzt auch schon gar nicht mehr zurückzahlbar.
Nebenbei bemerkt, würde sich außerdem fast die gesamte Geldmenge in Luft auflösen, falls der Staat seine Schulden doch noch zurückzahlen sollte:
“Kaum jemandem ist es heute wirklich bewusst, dass wir alle Schulden brauchen um in unserem Finanz- und Währungssystem leben zu können. Anders als „Marktgeld“ wie es Gold darstellt, wird unser heutiges Buch-Geld durch Schulden erzeugt. Gäbe es keine Schulden so gäbe es auch kein Geld mehr.”
www.bayernGOLD.com
Verschärfend kommt noch hinzu, dass aufgrund der sinkenden Wirtschaftsleistung (ca. minus 6% im Jahre 2009 in Deutschland) auch die Einkommen sinken und Arbeitsplätze abgebaut werden. Es kommt zu einer Deflation (d.h. der Wert des Geldes nimmt zu), welche bereits spürbar ist. Die Preise vieler Produkte wie Energie, Autos, Nahrungsmittel etc. sinken, da die Produzenten die Preise senken, um zumindest noch einen Mindestumsatz erzielen zu können. Wird sich diese Spirale fortsetzten, so kann es zu Massenunruhen kommen, da viele inzwischen arbeitslose trotz der gefallenen Preise kein Einkommen mehr haben werden, um sich auch nur irgendetwas leisten zu können.
Früher oder später führt dies dann i.d.R. zu einer Ausweitung der Geldmenge, d.h. der Staat begleicht seine zu leistenden Zahlungen – seien es die Gehälter der Beamten oder die Leistungen an Arbeitslosengeldempfänger oder die genannten Zins- und Darlehensrückzahlungen – einfach durch frisch gedrucktes Geld.
Dies zieht dann eine steigende Inflation nach sich – das Geld (und somit auch die Staatsschulden) verlieren an Wert. Der Leidtragende ist dabei der Bürger, dessen Spareinlagen, Lebensversicherungen und Barvermögen ebenfalls an realem Wert einbüßen. Die großen Gewinner sind diejenigen, die den Verlauf der Krise kennen und zum richtigen Zeitpunkt zwischen Sach- und Geldwerten hin- und herwechseln.
Schließlich kann es dann auch noch zu einer Währungsreform kommen, in der die bisherige Währung durch eine neue ersetzt wird.
Und das Spiel beginnt von vorne – nach einigen Jahren ist dann erst mal wieder alles vergessen, da am Anfang die Wirtschaft boomt, da die Schuldenlasten zu diesem Zeitpunkt noch nicht da sind.
Aber es könnte auch alles ganz anders sein:
Vier Millionen Arbeitslose – welch ein Glück! Warum – etwas herausfordernd formuliert – ein Glück? Nun, sagt es doch aus, dass die in der Gesellschaft zur Versorgung der Bevölkerung zu verrichtende Arbeit von weniger als allen Anwesenden verrichtet werden kann. Es stehen also mehr Arbeitskräfte zur Verfügung, als eigentlich nötig wären. Wenn dem nicht so wäre, wenn also Arbeit „übrig” wäre, für deren Verrichtung es keine Leute gäbe, z.B. im landwirtschaftlichen Sektor im Mittelalter oder in Ländern ohne technische Hilfsmittel, dann ist eine daraus resultierende Unterversorgung der Bevölkerung bzw. eine Hungersnot die Folge.
Die Arbeitslosigkeit an sich ist also nicht das Problem, muss diese doch zwangsläufig in unserem System auftreten, da mehr und mehr Tätigkeiten automatisch von Maschinen ausgeführt werden, die den Menschen schwere und / oder monotone Tätigkeiten abnehmen. Problematisch wird es nur, wenn diese Produktivität nicht der eigentlichen Bevölkerung zugute kommt, sondern sich in den Händen weniger ansammelt…
In einer souveränen Demokratie, welche auch die realistische Möglichkeit der Wahl eines anderen (Welt-)Finanzsystems zur Auswahl stellen würde, wäre alles nur eine Frage der Wahl.
„Gebt mir die Möglichkeit, das Geld einer Nation in Umlauf zu bringen und zu kontrollieren, dann ist es mir egal, wer die Gesetze schreibt.“
Nathan Rothschild, 1838
Und last but not least: Vielleicht hegt auch jemand den Plan, den Mindestreservesatz der Banken ganz auf null zu senken. Somit könnte grenzenlos Giralgeld durch Buchungseinträge geschöpft werden, die Staats- und Bad-Bank-Schulden könnten gehandhabt werden. Da dieses „Geld“ keinerlei inneren Wert hätte, ginge das nur in Verbindung mit der Abschaffung allen Bargeldes (ohne Bargeld auch kein Bankenrun) und des privaten Edelmetallbesitzes, so dass sich keine Alternativwährungen bilden können. Die Bezahlung würde nur auf elektronischem Wege funktionieren – über Chips, Karten, Überweisungen etc. Jedoch wäre auch dies kein wirklicher Ausweg, sondern nur ein weiterer, drastischer Schritt in Richtung einer perfekten Sklaverei – diejenigen, die das System bedienen, könnten beliebig viel Geld schöpfen, der Rest der Menschheit hätte keinerlei Möglichkeiten der Einflussnahme mehr.
Utopisch? „Es ist Teil des großen Planes, die Menschheit in die totale Kontrolle zu führen, in die sogenannte Neue Weltordnung – eine neue Weltordnung mit einem neuen Währungssystem ohne Bargeld. Die Wirtschaftskrise/Rezession ist nicht vom Himmel gefallen, und auch Big Banker sind nicht blöd – das war alles von langer Hand geplant“, so der Herausgeber von secret.tv in seinem neusten Buch. Auch „Mister DAX“ Dirk Müller von mwb Fairtrade spricht in seinem Interview mit dem Deutschen Anlegerfernsehen DAF vom 2.2.2009 auf onvista.de davon, dass es sich bei der aktuellen Finanzkrise durchaus um einen „gezielten Reset“ des Systems halten könnte.
„Das Ziel ist es, die Welt durch unbezahlbare Schulden zu kontrollieren.“
Henry Ford
|