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Der US Dollar in seiner Funktion als Weltwährung. Aber wie kam es dazu? Früher gab es den sogenannten Goldstandard, d.h. die US Regierung war verpflichtet, auf Wunsch jeweils 35 US$ in eine Unze Gold umzutauschen. Nach dem zweiten Weltkrieg glichen viele Länder ihre Handelsbilanzen aufgrund der Stärke des Dollars in US$ aus. Als 1965 der Vietnamkrieg die USA in schwere Schulden gestürzt hatte, hatte Frankreich die Befürchtung, dass die USA das Versprechen, die US$ jederzeit in Gold zurückzutauschen, bald nicht mehr erfüllen würde können. Also tauschte Frankreich seine Dollarreserven in Gold um. Weitere Staaten folgten dem Beispiel. Schließlich gingen den USA die Goldreserven aus, was dazu führte, dass im Jahre 1971 der Dollar vom Goldstandard abgekoppelt wurde. Inzwischen müssen für eine Unze Gold an manchen Tagen bis zu 1.000,- US$ bezahlt werden.
Im Jahre 1974 wurde nun mit der OPEC das Abkommen geschlossen, dass weltweite Öllieferungen nur noch gegen Dollar getätigt werden dürfen. Als Gegenzug erhielt beispielsweise das saudische Königshaus die Zusage, deren Machterhalt sicherzustellen sowie die Lieferungen von Waffen. Ländern, die sich weigerten, wurde das Schicksal des iranischen Premierministers Mossadegh vor Auge geführt, der 1954 in einem CIA-Putsch aus dem Amt gejagt wurde. Der US$, der früher durch Gold gestützt worden war, wurde nun durch Öl gestützt, denn jedes Land musste sich nun Dollar besorgen, um Öl kaufen zu können. Länder mussten im Wettbewerb mit anderen Güter und Rohstoffe auf den Weltmarkt werfen, und das oft zu Dumpingpreisen, um Dollar erlösen zu können, mit denen das lebenswichtige Öl auf dem Weltmarkt bezahlt werden konnte.
Diese ist der Grund, warum sich der US$ auch jetzt noch trotz der gigantischen Staatsverschuldung der USA von mittlerweile über 10.000.000.000.000 US$ einer stetigen Nachfrage erfreut. Entsprechend einer Meldung der Süddeutschen Zeitung verkauft China wohl nur deshalb seine US$-Währungsreserven nicht, da sonst die Wirtschaft der USA zusammenbrechen würde – und mit einem „toten“ Handelspartner kann man eben keine Geschäfte machen. Dies würde auch China hart treffen, denn dann würde die Produktion im Land stillstehen, da der Absatzmarkt schlagartig wegbrechen würde. Der Vorteil des Erlöses der US$ liegt für China darin, dass das Land damit auf dem Weltmarkt die für die Industrie so wichtigen Rohstoffe kaufen kann.
Ellen Brown weist in ihrem bereits mehrfach erwähnten Buch darauf hin, dass bei Konflikten die eigentlichen Hintergründe oft verschwiegen werden. So wird z.B. bezüglich des Irans sein Wunsch nach Atomwaffen oft als Grund für einen möglichen Angriff gegen diesen ins Feld geführt. Jedoch ist nach der Aussage der Autorin der eigentliche Grund der, dass Iran versucht, sein Öl gegen andere Währungen zu verkaufen, anstatt gegen „bedrucktes Papier”, den US$. Würde sich dies in größerem Maßstab durchsetzen, so wäre die Akzeptanz des Dollars gefährdet, was zu einem sofortigen Kollaps dessen und der ganzen USA führen würde. Ein weiteres Problem ist laut Aussage der Autorin der Versuch des Iran, ein anderes, nicht auf dem Zinssystem basierendes Geldsystem zu etablieren. Sollte dieses funktionieren, so wäre dies ein weiterer Faktor, der die Macht des US Bankensystems in Frage stellen würde. Obwohl ein Zusammenschluss von 16 US-Geheimdiensten aussagte, dass laut ihren Untersuchungen der Iran nicht am Bau von Atomwaffen arbeite, suchte dennoch die Regierung Bush ständig weiter nach Vorwänden für einen Angriff auf das Land.
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